Geschichten aus der Diakonie Münster

Heike Hartmann baut Brücken

| Geschichten aus der Diakonie Münster

Als Integrationsbeauftragte unterstützt Heike Hartmann Auszubildende und Mitarbeitende aus dem Ausland bei Behördengängen und hilft bei Fragestellungen des Alltags.

Heike Hartmann und Frau Le

Integrationsbeauftragte unterstützt bei sämtlichen Fragestellungen des Alltags

Wie kann ich mein Zeugnis anerkennen lassen? Wie finde ich eine Wohnung? Seit April 2018 steht für solche und andere Fragen die Tür von Heike Hartmann offen. Als Integrationsbeauftragte der Diakonie Münster betreut sie die internationalen Schülerinnen und Schüler in der Altenpflegeausbildung. Und für eine Mitarbeiterin, die aus Serbien nach Münster kam, ist Heike Hartmann “die wichtigste Dame bei der Diakonie.” Hartmann hilft bei sämtlichen Fragestellungen des Alltags: von der Beantragung der Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis bis hin zur Anmeldung bei der Krankenversicherung.

Ein Pilotprojekt, bei dessen Start die Richtung noch gar nicht fix definiert war. Nur eines war klar: Es geht um das „gute Ankommen“.  Wo Diakonie drauf steht, soll auch Diakonie drin sein, denn in einem wertegebundenen Unternehmen wie der Diakonie Münster zeigt sich die tätige Nächstenliebe eben auch in der Verantwortung den Mitarbeitenden gegenüber: formal wie auch zwischenmenschlich. Die Mitarbeitenden, zum großen Teil junge Menschen, kommen beispielsweise aus Nigeria, Vietnam oder Brasilien. Vieles ist neu, weit weg von Zuhause.

Regelmäßiger Austausch

Foto: Heike Hartmann„Mein Ziel ist es, da zu unterstützen, wo Hilfe nötig ist. Das meint das Begleiten bei Behördengängen ebenso wie die Organisation gemeinsamer Aktivitäten. Uns ist es wichtig, dass sich die Mitarbeitenden auch außerhalb ihrer Arbeit wohlfühlen und soziale Kontakte aufbauen können“, so Heike Hartmann. Daher besucht sie regelmäßig eine Wohngemeinschaft, in der die Diakonie Münster den Auszubildenden Wohnraum zur Verfügung stellt. Hier können beim gemeinsamen Kochabend in einem lockeren Rahmen nicht nur organisatorische Fragen geklärt werden, es wird auch gelacht über die eine oder andere Eigenheit der Westfalen. „Es ist gegenseitig spannend und bereichernd, die jeweils andere Kultur kennenzulernen.“

Aber wie kommt man nun aus fernen Ländern zur Diakonie Münster? „Vieles läuft hier tatsächlich auf dem kurzen Dienstweg über persönliche Empfehlungen.“ So auch bei Huong Giang Le. Ihr Lehrer in der Sprachschule in Vietnam hatte von der Möglichkeit erzählt, bei der Diakonie Münster eine Berufsausbildung zu absolvieren. Gemeinsam mit ihrer Freundin aus der Heimat lebt die 21-jährige seit April 2018 in der Wohngemeinschaft in Münster und absolviert ihre Berufsausbildung zur Pflegefachkraft im Martin-Luther-Haus.

„Als Arbeitgeber möchte die Diakonie Münster hier schon früh begleiten. Das ist das Spannende an meinem Beruf“, sagt Heike Hartmann. „Ich sammele die Fragen, die bei den internationalen Mitarbeitenden auftreten, sodass wir immer besser darin werden, auch schon im Vorfeld bestimmte Herausforderungen proaktiv lösen zu können.“ Ein wichtiger Aspekt des Ankommens.

Gemeinschaft erlebbar machen

Die Integrationsbeauftragte bildet dabei eine unmittelbare Schnittstelle –nach außen über die Vernetzung mit Schulen, Jobcentern oder auf Informationsveranstaltungen wie auch nach innen: Gemeinsam mit Ausbildungskoordinator Felix Friberg, der alle Auszubildenden aus dem Bereich der ambulanten und stationären Seniorendienste fachlich betreut, setzt Heike Hartmann bei ihrer Arbeit auch immer den Fokus darauf, Diakonie als Gemeinschaft erlebbar zu machen – ob beim Azubiwochenende oder einem gemeinsamen Grillfest.

Auf die Frage, was sie zum Blühen bringt, antwortet Heike Hartmann: „Die Erfolgsgeschichten, die wir hier zusammen schreiben. Die direkte Zusammenarbeit mit den jungen Menschen und der Freiraum, der uns dabei seitens der Diakonie Münster gelassen wird, bereiten mir jeden Tag aufs Neue Freude.“

 

 

Foto_ Heike Hartmann

Heike Hartmann
Integrationsbeauftragte
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